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Wie KI-Modelle entstehen

Open-Source-Modell

Englischer Fachbegriff: Open Source AI

Was ist ein Open-Source-Modell?

Bei einem Open-Source-Modell sind nicht nur die fertigen Gewichte frei, sondern auch der Code und genaue Angaben zu den Trainingsdaten. So können andere nachvollziehen, wie es entstanden ist, und es nachbauen.

Wie kann man sich das vorstellen?

Wie ein Rezept mit Einkaufsliste und Kochkurs

Beim Open-Weight-Modell bekommst du das fertige Rezept. Beim Open-Source-Modell bekommst du zusätzlich die Einkaufsliste mit allen Zutaten und ihrer Herkunft und darfst beim Kochkurs zuschauen, in dem das Rezept entwickelt wurde. Erst damit lässt sich wirklich nachvollziehen, warum es so schmeckt, und es selbst von Grund auf nachkochen.

Was bedeutet das im Arbeitsalltag?

Im Alltag macht es selten einen Unterschied, ob ein Modell Open Weight oder Open Source ist: Betreiben lässt sich beides auf eigenen Servern. Wichtig wird der Unterschied, wenn Nachvollziehbarkeit zählt, etwa in Forschung und Verwaltung oder wenn du wissen willst, mit welchen Daten ein Modell gelernt hat. Achte darauf, wie Anbieter ihre Modelle nennen: „Open Source“ steht oft drauf, wo nur Open Weight drin ist.

Ausprobieren

Vergleich, was bei den drei Arten von Modellen offenliegt.

Für diese Übung braucht es JavaScript im Browser.

Vereinfacht. Manche Anbieter von Open-Weight-Modellen veröffentlichen zusätzlich Teile von Code oder Daten.

Wie funktioniert das genau?

Die Open Source Initiative (OSI), die maßgeblich festlegt, was als Open Source gilt, hat eine eigene Definition für KI veröffentlicht, die Open Source AI Definition 1.0. Danach braucht es drei Dinge: so genaue Angaben zu den Trainingsdaten, dass Fachleute ein im Wesentlichen gleichwertiges System bauen könnten; den vollständigen Code für Training und Betrieb; und die Modellparameter. Alles unter Bedingungen, die erlauben, das System frei zu nutzen, zu untersuchen, zu verändern und weiterzugeben. Die meisten bekannten offenen Modelle erfüllen das nicht. Die OSI hielt etwa 2023 fest, dass die Lizenz von Metas Llama 2 keine Open-Source-Lizenz ist. Vollständig offen sind zum Beispiel OLMo vom Allen Institute for AI und Apertus, das die ETH Zürich, die EPFL und das Schweizer Supercomputing-Zentrum CSCS im September 2025 veröffentlicht haben.

Quelle: Open Source Initiative: The Open Source AI Definition 1.0

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