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Wie KI-Modelle entstehen

Finetuning

Englischer Fachbegriff: Fine-Tuning

Was ist Finetuning?

Finetuning ist das Nachtraining eines fertigen Grundmodells mit ausgewählten Beispielen, damit es eine bestimmte Aufgabe oder Art zu antworten lernt.

Wie kann man sich das vorstellen?

Wie die Einschulung im neuen Job

Nach der Ausbildung weiß man viel, aber im neuen Job lernt man erst, wie hier gearbeitet wird: wie Anfragen beantwortet werden, welcher Ton gilt, was zu tun ist. Dafür braucht es keine neue Ausbildung, sondern gute Beispiele. Finetuning ist diese Einschulung.

Was bedeutet das im Arbeitsalltag?

Für die meisten Unternehmen ist eigenes Finetuning heute nicht der erste Schritt. Gute Prompts, feste Anweisungen in Projekten, Skills und RAG mit euren Unterlagen bringen meist schneller und günstiger ans Ziel. Finetuning lohnt sich eher, wenn ein Modell sehr oft dieselbe, eng umrissene Aufgabe in einem ganz bestimmten Stil erledigen soll. Aktuelles Wissen gehört eher in RAG: Was beim Finetuning gelernt wurde, steckt fest im Modell.

Ausprobieren

Stell dieselbe Frage einem Grundmodell und einem Modell nach dem Finetuning.

Für diese Übung braucht es JavaScript im Browser.

Vereinfachte Darstellung. Ein Grundmodell setzt Text fort, es beantwortet nicht von sich aus Fragen.

Wie funktioniert das genau?

Die häufigste Form heißt Supervised Fine-Tuning (SFT): Das Modell bekommt Paare aus Eingabe und gewünschter Antwort und lernt, solche Antworten zu erzeugen. Geht es ums Befolgen von Anweisungen, spricht man von Instruction Tuning. So wird aus einem Grundmodell, das nur Text fortsetzt, ein Assistent, der antwortet. Damit nicht alle Milliarden Parameter neu berechnet werden müssen, gibt es sparsame Verfahren (Parameter-Efficient Fine-Tuning). Das bekannteste, LoRA, lernt nur kleine Zusatz-Bausteine und lässt das ursprüngliche Modell unverändert.

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